Game Informer verschwindet nach 33 Jahren aus dem Internet

Autor: Isaac Dec 11,2024

Game Informer verschwindet nach 33 Jahren aus dem Internet

Game Informer, eine 33-jährige Institution für Gaming-Journalismus, wurde abrupt von GameStop geschlossen. Diese unerwartete Schließung hat Schockwellen durch die Gaming-Community ausgelöst und die Mitarbeiter in Aufruhr versetzt.

GameStops Entscheidung und die Folgen

Am 2. August erklärte eine knappe Ankündigung auf X (ehemals Twitter) die sofortige Einstellung sowohl der Print- als auch der Online-Ausgabe von Game Informer. Mit diesem abrupten Ende endete eine 33-jährige Serie, die Fans und Branchenprofis verblüffte. Die Ankündigung drückte zwar den Dank an die Leser aus, bot jedoch kaum eine Erklärung, außer der Anerkennung der langen Geschichte des Magazins. Die Mitarbeiter erhielten die Nachricht im Rahmen eines Freitagstreffens mit dem HR-Vizepräsidenten von GameStop, bei dem sie über sofortige Entlassungen und die sofortige Entfernung der Website informiert wurden. Ausgabe Nr. 367 mit einer Dragon Age-Titelgeschichte wird die letzte Veröffentlichung sein. Die gesamte Website wurde gelöscht und führt zu einer Abschiedsnachricht.

Ein Vermächtnis im Gaming-Journalismus

Game Informer wurde im August 1991 als interner Newsletter für FuncoLand (später von GameStop übernommen) gestartet und entwickelte sich schnell zu einem führenden Gaming-Magazin. Die 1996 erstmals gestartete Online-Präsenz wurde mehrfach überarbeitet und gipfelte 2009 in einer umfassenden Neugestaltung, die einen Podcast und verbesserte Online-Funktionen umfasste. Das Magazin bot umfassende Berichterstattung, einschließlich Nachrichten, Rezensionen, Strategieleitfäden und exklusiver Inhalte.

Die Schwierigkeiten von GameStop angesichts rückläufiger physischer Spieleverkäufe und interner Umstrukturierungen führten jedoch letztendlich zum Untergang des Magazins. Trotz einer kurzen Phase erneuter Abonnentenverkäufe fiel die Entscheidung zur Schließung schnell und entschieden, so dass die Mitarbeiter kaum Vorwarnung hatten.

Mitarbeiterreaktionen und Trauer in der Branche

Die unerwartete Schließung hat bei ehemaligen Mitarbeitern weit verbreitete Bestürzung und Wut hervorgerufen. Social-Media-Beiträge ehemaliger Mitarbeiter drücken Schock, Frustration und Herzschmerz über den Verlust ihres Arbeitsplatzes und die Löschung jahrelanger Beiträge zum Gaming-Journalismus aus. Aus der gesamten Branche strömten Ehrungen ein, die die bedeutende Wirkung der Publikation unterstrichen. Besonders kritisiert wurde die Schnelligkeit der Abschaltung und die vollständige Entfernung des Online-Archivs. Sogar die Abschiedsbotschaft selbst weist Vergleiche mit KI-generiertem Text auf, was den Eindruck unpersönlicher Endgültigkeit verstärkt.

Die Schließung von Game Informer stellt einen erheblichen Verlust für den Gaming-Journalismus dar. Sein Vermächtnis wird jedoch zweifellos in den Erinnerungen seiner Leser und in den Annalen der Spielegeschichte fortbestehen. Der plötzliche Untergang unterstreicht die Herausforderungen, vor denen traditionelle Medien im digitalen Zeitalter stehen.